Wer spricht für Volkswagen, solange über seine Zukunft noch nicht entschieden ist?


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Wer spricht für Volkswagen, solange über seine Zukunft noch nicht entschieden ist?

Im Dezember 2024 einigten sich Volkswagen AG, IG Metall und Betriebsrat auf einen schmerzhaften Kompromiss.

Laut der von Volkswagen veröffentlichten Vereinbarung sollten bis 2030 mehr als 35.000 Stellen wegfallen. Die Produktionskapazitäten sollten sinken. Lohnerhöhungen wurden eingeschränkt. Ein Teil der Fahrzeugproduktion sollte ins Ausland verlagert werden.

Die Einschnitte waren hart. Doch die Vereinbarung schien den Beschäftigten etwas zu geben, das sie dringend brauchten: Beschäftigungssicherung bis 2030 und einen Plan, den sie verstehen konnten.

Weniger als zwei Jahre später beginnt dieses Gefühl der Sicherheit zu zerbrechen.

  • Am 9. Juli legte das Management dem Volkswagen-Aufsichtsrat einen umfassenderen Umbauplan vor. Reuters berichtete später unter Berufung auf zwei Unternehmenskreise, der Aufsichtsrat habe ihn nach Widerstand der Arbeitnehmervertreter mit zwölf zu sieben Stimmen abgelehnt.
  • Einen Monat später wurde der Konflikt öffentlich. Die Porsche SE, die von den Familien Porsche und Piëch kontrollierte Beteiligungsgesellschaft, forderte ein schnelles und entschlosseneres Umsteuern. Die IG Metall reagierte umgehend und warf den Eigentümerfamilien vor, ihre Dividenden schützen zu wollen und dabei die Existenzgrundlage der Beschäftigten aufs Spiel zu setzen.

Dann veröffentlichte Volkswagen am Freitagnachmittag, dem 21. August, ein Unternehmensinterview mit Vorstandsvorsitzendem Oliver Blume im Mitarbeiter-Intranet und auf der offiziellen Website.

Darin erklärte Blume, der Kostennachteil von Volkswagen könne rechnerisch einer Größenordnung von rund 50.000 zusätzlichen Stellen weltweit entsprechen. Außerdem sagte er, der Konzern könne für vier deutsche Werke derzeit keine wettbewerbsfähige Belegung für die 2030er-Jahre darstellen.

Gleichzeitig betonte Blume, bei den rund 50.000 Stellen handle es sich um „keine fixe Zielgröße“. Zu den Werken sagte er: „Eine Entscheidung über konkrete Werksschließungen ist nicht getroffen.“

Nun versuchen die Beschäftigten zu verstehen, was sie eigentlich glauben sollen.

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