Warum industrielle Rivalität das FCAS-Projekt unmöglich machte


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Deutschland und Frankreich haben den gemeinsamen FCAS-Kampfjet aufgegeben. Industrielle Rivalitäten machten das Projekt unmöglich.

Europas wichtigstes Zukunftsprojekt für einen Kampfjet ist gescheitert.

Reuters zufolge haben Frankreich und Deutschland vereinbart, den gemeinsamen Kampfjet im Kern von FCAS, dem Future Combat Air System, aufzugeben.

Das Projekt sollte Europas Kampfflugzeug der nächsten Generation bauen. Es sollte Flugzeuge wie die Rafale und den Eurofighter in den 2040er-Jahren ersetzen. Doch der zentrale Kampfjet-Teil ist inzwischen zu schwierig geworden, um ihn weiterzuführen.

Dassault-CEO Éric Trappier stellte den FCAS-Streit öffentlich als Führungsproblem dar und sagte, das Projekt brauche „klare Führung und nicht nur auf dem Papier“, so Reuters.

Praktisch ging es im Airbus-Dassault-Streit darum, wer die Kernarbeit am Kampfjet führen und kontrollieren würde.

Das würde ich eine politisch-industrielle Blockade nennen.

Das bedeutet: Ein Unternehmensprojekt bleibt stecken, weil die Unternehmen nicht nur als Unternehmen handeln. Sie tragen zugleich die Interessen ihrer Länder.

Dassault verteidigte nicht nur seine Rolle als Unternehmen. Das Unternehmen verteidigte französische Kampfjet-Expertise.

Airbus wiederum verlangte nicht einfach mehr Arbeit. Das Unternehmen trug deutsche und spanische Industrieinteressen.

Deshalb war dieses Problem so schwer zu lösen.

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